Fotos selbst machen oder ein Shooting buchen?
Fotos für den Alltag in Social Media können Sie gut selbst mit dem Telefon machen, für Bilder, die lange gleich bleiben und Ihren Betrieb vorstellen, etwa auf der Website oder in Anzeigen, lohnt sich meist ein geplantes Shooting.

Was Sie danach wissen
- Sie wissen, welche Bilder Sie gut selbst machen können.
- Sie wissen, wann sich ein Shooting lohnt und wie Sie es vorbereiten.
- Sie kennen die Rechte, die bei Fotos von Personen und bei Nutzungsrechten zu klären sind.
Fast jeder Betrieb hat heute eine gute Kamera in der Hosentasche. Trotzdem sehen viele Websites und Profile so aus, als hätte niemand Zeit für Bilder gehabt: dunkle Räume, schiefe Horizonte, Stockfotos von Menschen, die nie dort gearbeitet haben. Die Frage ist deshalb selten, ob Sie selbst fotografieren können, sondern wofür.
Dieser Beitrag hilft Ihnen zu entscheiden, welche Bilder Sie selbst machen und wann sich ein geplantes Shooting lohnt.
Zwei Arten von Bildern
Bilder in einem Betrieb haben zwei sehr verschiedene Aufgaben.
Alltagsbilder zeigen, was gerade passiert: das neue Gericht, die fertige Arbeit, der Aufbau für den Abend. Sie leben davon, dass sie aktuell und echt sind. Perfektion ist hier weniger wichtig als Regelmäßigkeit.
Bilder, die bleiben, stellen Ihren Betrieb vor: die Startseite der Website, das Teamfoto, die Aufnahme des Raums, Bilder für Anzeigen und Drucksorten. Sie werden über Monate oder Jahre gesehen und prägen den ersten Eindruck. Hier zählt jede Unschärfe und jede schlechte Lichtsituation.
Die erste Art können Sie gut selbst übernehmen. Für die zweite lohnt sich meist ein Shooting.
Was Sie mit dem Telefon gut selbst machen
Mit wenigen Regeln werden eigene Fotos deutlich besser:
- Licht vor Technik: Fotografieren Sie bei Tageslicht nahe am Fenster und schalten Sie den Blitz aus.
- Aufräumen: Was nicht ins Bild gehört, kommt raus. Ein leerer Hintergrund wirkt ruhiger als jeder Filter.
- Gerade halten: Blenden Sie das Raster in der Kamera-App ein und richten Sie Kanten danach aus.
- Hochformat für Stories und Reels, Querformat für die Website. Fotografieren Sie im Zweifel beides.
- Eine Bildsprache: ähnliche Bearbeitung, ähnliche Farben. So wirken Bilder über Wochen wie aus einem Guss, passend zu Ihrer digitalen Identität.
Wann sich ein Shooting lohnt
Ein Shooting lohnt sich, wenn Bilder lange verwendet werden oder viel tragen müssen:
- vor einem Website-Start oder einer Überarbeitung,
- für Porträts des Teams,
- für Produkte, die online verkauft werden,
- für Anzeigen, in denen ein Bild in einer Sekunde wirken muss,
- bei schwierigen Bedingungen wie Abendstimmung, Bewegung oder kleinen Räumen.
Der eigentliche Vorteil liegt in der Planung, weniger in der Kamera. Bei einem Shooting steht vorher fest, welche Motive gebraucht werden, in welchen Formaten und wofür. Aus einem Termin entstehen so Bilder für Website, Profil und Social Media zugleich.

Ein Shooting gut vorbereiten
Ob Sie selbst fotografieren oder jemanden beauftragen: Eine kurze Liste spart Zeit und Geld.
- Zweck: Wofür werden die Bilder verwendet, und in welchen Formaten?
- Motive: eine Liste der Aufnahmen, vom Eingang bis zum Detail.
- Personen: Wer ist im Bild, und haben alle zugestimmt?
- Ort und Zeit: aufgeräumt, mit gutem Licht, außerhalb der Stoßzeiten.
- Lieferung: Wie viele bearbeitete Bilder, in welchem Format, bis wann?
Rechte, die Sie klären sollten
Bei Fotos von Personen gilt in Österreich der Bildnisschutz nach dem Urheberrechtsgesetz, und für Bilder von Mitarbeitenden und Kundschaft auch der Datenschutz. Holen Sie die Zustimmung der abgebildeten Personen vor der Veröffentlichung ein, am besten schriftlich und mit dem Zweck.
Wer ein Shooting beauftragt, sollte außerdem die Nutzungsrechte schriftlich vereinbaren: auf welchen Kanälen, wie lange und ob auch für Werbung. Sonst klärt sich diese Frage erst, wenn ein Bild auf einem Plakat landen soll.
Selbst und mit Shooting, nicht entweder oder
Die meisten Betriebe fahren am besten mit beidem: ein geplantes Shooting für die Bilder, die bleiben, und eigene Fotos für den Alltag. Wie Beiträge und Anzeigen sich die Arbeit teilen, beschreibt Regelmäßig posten oder Anzeigen schalten?.
bown plant und produziert Fotos und Videos bei Ihnen vor Ort, mit Konzept, Shootingplanung, Kamera, Licht, Ton und Bearbeitung. Was ein Shooting für Ihren Betrieb umfassen sollte, klären wir in einem 30-minütigen Erstgespräch.
Häufige Fragen
Reicht ein aktuelles Telefon für gute Fotos?
Für Social Media und das Unternehmensprofil oft ja, wenn Licht, Ordnung im Bild und ein ruhiger Hintergrund stimmen. Bei wenig Licht, Bewegung und großen Formaten stößt es an Grenzen.
Wie oft brauche ich ein Shooting?
Viele Betriebe kommen mit einem Shooting pro Jahr oder pro Saison aus und ergänzen den Alltag mit eigenen Bildern.
Darf ich Fotos meiner Mitarbeitenden verwenden?
Holen Sie die Zustimmung schriftlich ein, bevor Sie Bilder veröffentlichen, und klären Sie, was passiert, wenn jemand den Betrieb verlässt.
Kann ich Stockfotos verwenden?
Für Hintergründe und Stimmung ja, sofern die Lizenz das erlaubt. Ihr Team, Ihre Räume und Ihre Arbeit zeigt ein Stockfoto aber nie.