Domain und E-Mail umziehen, ohne dass etwas ausfällt.
Ein Umzug von Domain und E-Mail gelingt ohne Ausfall, wenn Sie zuerst alle DNS-Einträge festhalten, Postfächer beim neuen Anbieter vorbereiten, erst dann umstellen und den alten Vertrag erst kündigen, wenn alles nachweislich läuft.

Was Sie danach wissen
- Sie wissen, welche Einträge und Zugänge Sie vor einem Umzug brauchen.
- Sie kennen die Reihenfolge, in der Domain, Website und E-Mail umziehen.
- Sie wissen, woran Sie erkennen, dass der Umzug abgeschlossen ist.
Ein Anbieterwechsel scheitert selten an der Technik, sondern an einer vergessenen Einstellung. Die Website läuft am neuen Ort, aber E-Mails kommen nicht mehr an. Oder sie kommen an, landen aber bei der Kundschaft im Spam. Beides lässt sich vermeiden, wenn der Umzug in der richtigen Reihenfolge passiert.
Dieser Beitrag beschreibt, was Sie vorbereiten, in welcher Reihenfolge Sie umstellen und wann der alte Vertrag gekündigt werden kann.
Was beim Umzug eigentlich umzieht
Hinter einer Adresse wie ihr-betrieb.at stecken mehrere Teile, die bei verschiedenen Anbietern liegen können:
- die Domain selbst, registriert bei einem Anbieter,
- das DNS, also die Einträge, die festlegen, wohin Website und E-Mails gehen,
- das Hosting, auf dem die Website läuft,
- die Postfächer, in denen Ihre E-Mails liegen.
Nicht jeder Umzug betrifft alle vier. Klären Sie zuerst, was wirklich wechseln soll. Wie diese Teile zusammenhängen, erklärt Wo Ihre Website liegt, wenn sie online ist.

Vorbereiten: Bestand aufnehmen
Bevor irgendetwas umgestellt wird, halten Sie den Ist-Zustand fest:
- Zugänge: Kundenbereich des bisherigen Anbieters, Zugang zur DNS-Verwaltung, Passwörter aller Postfächer.
- Alle DNS-Einträge: nicht nur jene für Website und E-Mail. Dazu gehören A- und AAAA-Einträge für die Website, MX-Einträge für E-Mails, TXT-Einträge für SPF, DKIM und DMARC sowie Bestätigungseinträge für Dienste wie Google oder Microsoft.
- Alle Postfächer und Weiterleitungen: auch das Postfach, das nur für die Rechnungen des Steuerberaters eingerichtet wurde.
- Inhaber der Domain: Steht Ihr Betrieb als Inhaber eingetragen?
Ein vergessener TXT-Eintrag ist der häufigste Grund, warum nach einem Umzug plötzlich ein Dienst nicht mehr funktioniert.
Die Reihenfolge, die einen Ausfall verhindert
1. Neues Ziel vorbereiten. Die Website läuft auf dem neuen Server, die Postfächer sind beim neuen Anbieter angelegt, bevor irgendein Eintrag geändert wird.
2. Gültigkeitsdauer verkürzen. Jeder DNS-Eintrag hat eine Gültigkeitsdauer, die TTL. So lange dürfen andere Server die alte Angabe zwischenspeichern. Wer die TTL ein bis zwei Tage vor dem Umzug verkürzt, verkürzt auch die Zeit, in der alte und neue Angaben gleichzeitig unterwegs sind.
3. Alte E-Mails kopieren. Über IMAP lassen sich Postfächer mit allen Ordnern zum neuen Anbieter übertragen. Ein zweiter Durchlauf nach der Umstellung holt nach, was in der Zwischenzeit noch angekommen ist.
4. Einträge umstellen. Website-Einträge auf den neuen Server, MX-Einträge auf den neuen E-Mail-Anbieter, SPF, DKIM und DMARC passend zum neuen Versand. Alle anderen Einträge übernehmen Sie unverändert.
5. Domain übertragen, falls nötig. Der Wechsel des Registrars ist ein eigener Schritt und lässt sich auch nach der Umstellung erledigen. Bei den meisten Endungen braucht es dafür einen Auth-Code vom bisherigen Anbieter.
Prüfen: woran Sie erkennen, dass alles läuft
Nach der Umstellung testen Sie gezielt:
- Die Website lädt unter der Adresse mit und ohne „www“ und mit gültigem SSL-Zertifikat.
- Eine E-Mail von einer fremden Adresse an jedes Postfach kommt im neuen Postfach an.
- Eine E-Mail aus dem neuen Postfach kommt bei einer fremden Adresse an und landet nicht im Spam.
- Kontaktformulare der Website verschicken weiterhin Nachrichten.
Den alten Vertrag nicht zu früh kündigen
Lassen Sie den alten Vertrag noch einige Wochen laufen. Solange zwischengespeicherte Angaben unterwegs sind, kann eine E-Mail noch im alten Postfach landen. Kündigen Sie erst, wenn dort keine neuen Nachrichten mehr eintreffen und eine letzte Kopie gesichert ist.
Der Umzug als Gelegenheit
Ein Umzug ist ein guter Moment, aufzuräumen: Postfächer, die niemand nutzt, Weiterleitungen ins Leere, Domains, die längst nicht mehr gebraucht werden. Was danach im laufenden Betrieb anfällt, beschreibt Was laufende Wartung für Ihre Website umfasst.
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Häufige Fragen
Wie lange ist meine E-Mail während des Umzugs nicht erreichbar?
Bei guter Vorbereitung gar nicht. Während der Umstellung können E-Mails noch eine Zeit lang im alten Postfach ankommen. Deshalb bleibt es erreichbar, bis keine neuen Nachrichten mehr eintreffen.
Was ist ein Auth-Code?
Ein Code, mit dem der bisherige Anbieter bestätigt, dass die Domain übertragen werden darf. Sie erhalten ihn vom bisherigen Anbieter, meist in dessen Kundenbereich.
Gehen alte E-Mails verloren?
Nicht, wenn sie vor der Kündigung kopiert werden. Postfächer lassen sich mit Ordnern und Gesendeten Nachrichten zum neuen Anbieter übertragen.
Muss die Website dabei offline gehen?
Nein. Die neue Website oder der neue Server wird vorbereitet, und die Umstellung erfolgt über den DNS-Eintrag. Alte und neue Version laufen kurz parallel.
Wem sollte die Domain gehören?
Ihrem Betrieb. Prüfen Sie beim Umzug, dass Sie selbst als Inhaber eingetragen sind und nicht eine frühere Agentur oder eine Privatperson.
Übernimmt bown den Umzug?
Ja. Wir richten Domain, Hosting und E-Mail ein und übernehmen den Betrieb mit Hosting und Wartung, ab 39 € pro Monat zzgl. USt., inklusive Domain, E-Mail und Speicher.